
Die Biruni-Universität veranstaltete in Zusammenarbeit mit der ALS-MNH-Vereinigung ein Aufklärungssymposium zur Amyotrophen Lateralsklerose (ALS).
Das im Rahmen des ALS-Aufklärungsmonats abgehaltene Symposium brachte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ärztinnen und Ärzte sowie Vereinigungsvertreter zusammen, um diagnostische, überwachende und therapeutische Prozesse umfassend zu erörtern.
Genetische Faktoren und zielgerichtete Therapien bei ALS
In den Sitzungen wurde die entscheidende Bedeutung genetischer Faktoren bei ALS hervorgehoben, einschließlich der Rolle der genetischen Diagnostik bei familiärer ALS, der Identifizierung von Risikopersonen, der Abläufe der genetischen Beratung sowie neu entstehender zielgerichteter Therapieansätze.
Wandel der klinischen Perspektive
In ihrem Vortrag mit dem Titel „Was ALS wirklich ist und was nicht“ erklärte Prof. Dr. Zeynep Ocak, dass sich das wissenschaftliche und klinische Paradigma zu ALS grundlegend gewandelt habe.
Prof. Dr. Ocak wies darauf hin, dass ALS historisch ausschließlich als eine zu Muskelschwäche führende Erkrankung mit später Diagnose und begrenzten Therapiemöglichkeiten wahrgenommen wurde, heute jedoch als ein Krankheitsspektrum mit identifizierbaren genetischen Subtypen gilt, das anhand früher Biomarker nachverfolgt und mit neuartigen zielgerichteten Therapeutika behandelt werden kann.
Die Bedeutung von Früherkennung und Biomarkern
Mit dem Hinweis darauf, dass bei Trägern eines genetischen ALS-Risikos bestimmte biologische Signaturen bereits vor dem Auftreten offenkundiger klinischer Symptome nachweisbar sein können, erklärte Prof. Dr. Zeynep Ocak:
Das Symposium endete nach tiefgehenden Sitzungen, die die entscheidende Bedeutung wissenschaftlicher Sorgfalt, der Früherkennung, der genetischen Beurteilung und der interdisziplinären Zusammenarbeit im Kampf gegen ALS unterstrichen.