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Was bedeutet der erste Bluttest zur Unterstützung der Alzheimer-Diagnose?

Molekulare Diagnostik
Was bedeutet der erste Bluttest zur Unterstützung der Alzheimer-Diagnose?

Im Mai 2025 ließ die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA den ersten Bluttest zur Beurteilung von Alzheimer zu. Das Lumipulse-G-pTau217/β-Amyloid-1-42-Plasmaverhältnis nutzt das Verhältnis zweier im Blut gemessener Biomarker, um abzuschätzen, ob im Gehirn möglicherweise Amyloid-Plaques vorliegen.

Für wen ist der Test bestimmt?

Er ist für Erwachsene ab 55 Jahren vorgesehen, die Anzeichen oder Symptome im Zusammenhang mit Alzheimer aufweisen und in einer spezialisierten Versorgungseinrichtung untersucht werden. Es handelt sich nicht um einen Screening-Test für symptomfreie Personen, und eine Familienanamnese allein stellt keine Indikation für diesen Test dar.

Wie zuverlässig ist er?

In einer Stichprobe von 499 Personen wurden 91,7 % der positiven Ergebnisse durch PET-Bildgebung oder Liquordiagnostik als Vorliegen von Amyloid-Plaques bestätigt. Bei den negativen Ergebnissen wurde bei 97,3 % das Fehlen von Plaques bestätigt; weniger als jedes fünfte Ergebnis war nicht eindeutig. Diese Daten sind hilfreich, doch keine Prozentzahl bedeutet eine perfekte Diagnose für jeden Patienten.

Der Test kann Alzheimer nicht allein diagnostizieren. Falsch-positive und falsch-negative Ergebnisse können vorkommen, weshalb Ärztinnen und Ärzte ihn zusammen mit einer Untersuchung, einer kognitiven Beurteilung und, sofern angezeigt, weiteren Tests interpretieren müssen.

Warum ist er wichtig?

Amyloid-PET-Bildgebung und Liquordiagnostik sind wertvoll, doch Kosten, Verfügbarkeit oder die Notwendigkeit eines invasiven Verfahrens können den Zugang einschränken. Bei sachgemäßem Einsatz könnten Blutbiomarker einen Teil des diagnostischen Weges zugänglicher machen.

Ist das dasselbe wie ein Gentest?

Nein. Dieser Test misst krankheitsassoziierte Proteinbiomarker im Blut; er sequenziert keine DNA und misst kein vererbtes Risiko. Die genetische Untersuchung beantwortet eine andere Frage und sollte, wenn angezeigt, im Rahmen einer genetischen Beratung geplant werden.